Archiv der Kategorie 'Remembering Khaled'

Vortrag zur politischen Situation in Eritrea

Samstag, 23. Januar 2016, 17 Uhr, kosmotique, Martin-Luther-Str. 13

Während der Veranstaltung werden wir eine kleine Reise in die Vergangenheit unternehmen und uns anschauen, wie das eritreische Regime an die Macht kam. Wir werden weiterhin die aktuelle Situation betrachten und sehen wie die Regierung das Leben der Menschen bestimmt und sich in alle Bereiche der Gesellschaft einmischt. Es gibt Gründe, warum sich Menschen nicht gegen dieses System zur Wehr setzen. Außerdem wollen wir erzählen wie schwer es war Eritrea zu verlassen, einen Einblick geben,
warum Menschen das Land verlassen und euch Eindrücke vermitteln, wie sich das Leben für Menschen aus Eritrea hier in Deutschland gestaltet.

von „Remembering Khaled“

Der Mord an Khaled Idris Bahray – aus Trauer wird Wut

R.I.P.# KahledVor 20 Jahren wird ein Mensch in Keren, Eritrea, geboren. Dieses Land, früher italienische Kolonie, ist durch seine Diktatur und sein Regime geprägt, welches unter den 15 undemokratischsten der Welt aufgelistet wird. Es herrscht weder Presse- noch Meinungsfreiheit, nicht nur aus diesen Gründen wird Khaled Idris Bahray später mit seiner Mutter in den Sudan fliehen. Doch die Hoffnung dort eine Ausbildung, Perspektive oder Freiheit zu finden verfliegt. (mehr…)

Demonstration Rights and Safety for Refugees! In Memory of Khaled

Samstag 17. Januar, 15:00 Albertplatz

They don‘t really care about us – Khaled Idris Bahray ist tot

Am Morgen des 13. Januar 2015 wurde der eritreische Flüchtling Khaled Idris Bahray (†20) im Hinterhof seines Wohnhauses in Leubnitz-Neuostra tot aufgefunden.

Entgegen erster Polizeimeldungen ist mittlerweile sicher, dass Khaled durch mehrere gezielte Messerstiche ums Leben gekommen ist. Ein rassistisches Tatmotiv kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Khaled kam aus Eritrea und war erst seit wenigen Wochen in Dresden. Seine Freund*innen sind geschockt und wollen wissen, warum er getötet wurde. Sie wollen aber auch wissen, warum sie hier – in Dresden – nicht sicher sind. Aus diesem Grund werden wir uns am Samstag treffen und gemeinsam auf die Straße gehen, um die Fragen und Forderungen seiner Freund*innen lautstark auf die Straße zu tragen.

Weitere Infos, bzw. den gesamten Aufruf findet ihr bei remembering-khaled

Khaled Idris Bahray ist tot

Am Dienstagmorgen wurde die Leiche von Khaled Idris Bahray vor seiner Haustür im Stadtteil Leubnitz-Neuostra in Dresden gefunden.
Wie FreundInnen berichten, soll der 20-jährige Flüchtling blutüberströmt und mit sichtbaren Verletzungen am Boden gelegen haben. In der ersten Pressemitteilung dagegen hieß es, dass die polizeilichen Ermittlungen bislang „keine Anhaltspunkte auf eine Fremdeinwirkung ergaben.“, mittlerweile musste Dresdens Polizeipräsident einräumen: „Es besteht ein Anfangsverdacht auf einen unnatürlichen Tod. Die Mordkommission ermittelt“. Nicht erst seit dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrunds darf unser Vertrauen nicht bei den staatlichen Behörden Deutschlands liegen, wir müssen versuchen und darum kämpfen, dass es eine genaue Aufklärung geben wird. Dresden steht derzeit Sinnbildlich für eine Stadt, in der rassistische Ressentiments und Fremdenfeindlichkeit alltäglich sind. Viele Menschen, unter anderem auch FreundInnen von Khaled Idris, trauen sich jeden Montag nicht mehr auf die Straße. Unsere Gedanken und Mitgefühl sind bei den Freunden und Angehörigen von Khaled Idris Bahray, unser Hass bei all jenen Rassisten und Deutschen die jeden Montag auf den Beinen sind.
14 Uhr | Jorge-Gomondai-Platz | Mahnwache für Khaled Idris Bahray