Archiv für Februar 2016

Tag X? Jede Räumung hat ihren Preis!

Soliparty für Repressionskosten

Constructive Interference,
zu deutsch konstruktive Überlagerung tritt auf, wenn Wellen zum gleichen Zeitpunkt und Ort in die selbe Richtung ausschlagen und dadurch verstärt werden. Einfacher gesagt: mehr Lautsprecher mehr Lautstärke. Analog gilt für die Solidarität, desto mehr Menschen solidarisch sind und an einem Stang ziehen, desto mehr Wirkmacht wird erzielt.
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AZ Conni & Jungle World präsentieren: JEDES JAHR NIE WIEDER – Der Wiener Akademikerball

Jungle World & AZ☆Conni zeigen „Jedes Jahr Nie Wieder“

Der Film thematisiert die aktuell wohl umstrittenste Veranstaltung Österreichs, den von der FPÖ organisierten Wiener Akademikerball (ehemals WKR-Ball für „Wiener Korporationsring“). Der Film folgt einem chronologischen Ablauf von der Anti-Akademikerball-Demonstration 2014 bis zu jener im Jahr 2015. In den Fokus rückt dabei der dubiose Fall des verurteilten Demonstranten Josef S. mitsamt seiner rechtlichen und rechtsstaatlichen Komponente. Auch und speziell die ausufernde mediale Gewaltdebatte wird analysiert: Warum reagiert die österreichische Gesellschaft und ihr Boulevard derart sensibel auf linke Proteste? Wer organisiert die Anti-Akademikerball-Proteste und wie kooperieren die Bündnisse untereinander? Der Zielscheibe des jährlichen Protests auf den Grund gehend, widmen Paul Buchinger und David Pichler der Wiener akademischen Burschenschaft Libertas ein Portrait, das sowohl das ideologische Korsett als auch den Alltag deutschnationaler Verbindungsstudenten umreisst.

Zu Gast zur Filmbesprechung sind zwei Aktivist*innen der „Offensive gegen Rechts“ aus Wien. Die „Offensive gegen Rechts“ ist ein breites, antifaschistisches Bündnis. Sie versteht sich als aktive und kontinuierlich arbeitende Akteurin im konsequenten Antifaschismus.

Am Freitag, den 04. März, 20:30 Uhr

AZ Conni – Alternatives Jugendzentrum
Rudolf-Leonhard-Str. 39, 01097 Dresden

Präsentation: Pegida als Projektionsfläche

Welche Krisen sind die Auslöser von Pegida und warum werden diese damit nicht bearbeitet? Warum beziehen sich Pegida, Medien und Politik ständig aufeinander und bestätigen sich gegenseitig, sehen sich aber zugleich gezwungen, sich voneinander abzugrenzen? Warum wird so viel Aufheben über das „Normalsein“ von Pegida-Teilnehmenden gemacht? Warum wird Pegida wiederholt explizit von „Rechtsextremisten“ abgegrenzt? Wieviel spricht dafür, dass es sich bei Pegida um eine säkulare fundamentalistische Bewegung handelt? Diesen und vielen anderen Fragen ist ein freier Dresdner Forschungszusammenhang in den Gesellschaftswissenschaften nachgegangen. Es werden die Fragestellungen nachgezeichnet und die Ergebnisse diskutiert, die in einem Sammelband im Sommer erscheinen werden.

Mittwoch, 24.02.2016, 20 Uhr, kosmotique

Fazit des Stadtteilspazierganges

Als Reaktion auf einen Naziübergriff versammelten sich am Sonntagnachmittag auf dem Albertplatz rund 300 zumeist junge Menschen. Der Vorfall ereignete sich am 11. Februar gegen 2 Uhr, als eine Gruppe Jugendlicher auf der Alaunstraße von einem Mann zunächst angepöbelt und kurz darauf attackiert worden war. In dem im Vorfeld und auf dem Spaziergang verteilten Flyer war fälschlicherweise vom 10. Februar als Tatabend die Rede, was von den Betroffenen später jedoch berichtigt wurde. Nach einer Auftaktkundgebung am Artesischen Brunnen zogen die Menschen durch die Äußere Neustadt, um damit ein Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen rechter Gewalt zu setzen. Allein in Dresden kam es nach Angaben von Opferberatungsstellen seit 2006 zu mehr als 353 rechten Straftaten und Aktionen.
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