Archiv für August 2015

Demonstration am Samstag (29.08) – Heute die Progrome von morgen verhindern

Die rassistischen Angriffe vom 21.+22. August in Heidenau sind ein weiterer dramatischer Höhepunkt der aktuellen Welle von rassistischer Hetze, Gewalt und Brandanschlägen. Es reicht! Wir wollen der ohnmächtigen Wut einen politischen Ausdruck geben. Gewalt gegen Menschen, die vor Krieg und Not geflohen sind, ist kein ostdeutsches Phänomen. Auch in Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg sind Flüchtlingsunterkünfte angezündet oder geflutet worden. Die neue Dimension der pogromartigen Angriffe in Heidenau liegt darin, dass hunderte Rassist_innen und organisierte Nazis stundenlang eine Unterkunft belagert und angegriffen haben. Die Saat von PEGIDA geht auf. Die unsägliche Kumpanei mit dem alltäglichen Rassismus wird nur von der Ignoranz der Landespolitik übertroffen. Nach den Angriffen von Nazis in Freital und der Dresdner Zeltstadt kann kein_e Polizeiführer_in oder Politiker_in zwei Tage lang von den Ereignissen überrascht worden sein. Dies ist ein kalkuliertes Staatsversagen. Durch die Verharmlosung von Rassismus als Asylkritik und die verständnisvolle Politik gegenüber PEGIDA konnten sich Nazis ermuntert fühlen auch Heime anzugreifen. Im Gegensatz zu der passiven Polizeitaktik an den Vortagen wurde gegen eine Demonstration von 250 Antifaschist_innen am 23.8. brutal durchgegriffen. Entgegen der Einpferchung von Geflüchteten in katastrophalen Unterbringungen, kämpfen wir für angstfreie und menschenwürdige Lebensbedingungen und Bleiberecht. Bereits jetzt organisieren tausende Menschen die Unterstützung für Geflüchtete an zahlreichen Orten, was der Staat in bewusster Planlosigkeit nicht getan hat. Es ist an der Zeit, dass alle Menschen aufbegehren, die diese Politik auf dem Rücken der Flüchtlinge nicht mittragen wollen. Es ist an der Zeit, dass wir uns gegen die Nazigewalt und rassistische Hetze wehren. Dresden ist ein zentraler politischer Ort für diese Auseinandersetzung. Es ist an uns.

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Rassitische Hetze in und um Dresden

Am Mittwoch, 19. August, zog die AfD – Sachsen durch das Regierungsviertel in Dresden. Von den angemeldeten 1.000 DemonstrantInnen kamen allerdings nur etwa 500 RassitInnen. Mit Deutschlandfahnen und Asylfeindlichen Plakaten trafen sich die DemonstrantInnen am goldenen Reiter. Unter diesen waren auch die beiden „Die Rechte“ Mitglieder Alexander Kurth und Rolf Dietrich zu sehen.
Zur gleichen Zeit hielten in Heidenau, etwa 250 Personen, eine Kundgebung gegen die dort geplante AsylbewerberInnenunterkunft ab. Auch in Meißen versammelten sich unter dem Motto “Unsere Heimat, unsere Zukunft, unsere Kinder” rund 250 Leute.
Eines ist damit klar, rassitische Hetze belibt in Dresden und Sachsen an der Tagesordnung!
Mehr Infos unter :
Endstation Rechts
DNN-Online
ADDN

AfD – Demonstration am 19. August

Am Mittwoch, dem 19. August, will die AfD-Sachsen in Dresden aufmarschieren. Die angemeldeten 1.000 DemonstrantInnen wollen sich ab 16:45 Uhr am „Goldenen Reiter“ treffen, um „auf die derzeitige katastrophale Asylpolitik in Sachsen und auf Bundesebene aufmerksam (zu) machen“. Der Demonstrationszug soll dabei über Finanz-und Sozialministerium, sowie zum Innenministerium führen. Ob sich Teile PEGIDA´s oder NPD der Demonstration anschließen bleibt abzuwarten, „die Rechte Sachsen“ dagegen bewirbt die Veranstaltung schon auf ihrer Internetseite.
Einen angemeldeten Gegenprotest gibt es derzeit nicht, falls es diesbezüglich Veränderungen gibt erfaht ihr es hier.

Seid rechtzeitig auf der Neustädter Elbseite, bildet Bezugsgruppen und versucht die RassistInnen bei ihrer Hetze zu stören!