Morgen (18.09) nach Bautzen!

Wir teilen den Aufruf des Unterstützer_innenkreises Bautzen,alle morgen nach Bautzen:

„We Will Fight!“ Unterstützt die Demonstration am 18.09. in Bautzen!
Wir rufen hiermit dazu auf, die von in Bautzen lebenden Geflüchteten initiierten Demonstration „We Will Fight!“ am 18.09.2016 in Bautzen zu unterstützen!  In Sachsen hat es mal wieder geknallt- dieses Mal in Bautzen, bekannt u.a. für mehrere Anti-Asyldemonstrationen, Übergriffe auf Linke, Asylsuchende, Angehörige der sorbischen Minderheit und ein abgebranntes, ehemaliges Hotel, das zur Unterkunft für Geflüchtete werden sollte. In der letzten Woche hat sich die Situation in Bautzen zugespitzt. Nach einer Demonstration der Gruppierung “Die Sachsen Demonstrationen” bei der u.a. sächsische NPD-Kader auftraten und freie Kräfte um die Gruppe “StreamBZ” aus Bautzen anwesend waren, kam es zu Übergriffen auf Linke und Asylsuchende. Einen guten Überblick gibt es hier. Auch in den folgenden Tagen kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Nazis und Refugees rund um den Bautzener “Kornmarkt”. Die Eskalation erreichte in der Nacht vom 14. zum 15.09. einen neuen „Höhepunkt“, als nach einer verbalen Auseinandersetzung die Polizei unvermittelt durch Beleidigungen, Drohungen und Gewalttätigkeiten versuchte, die am Kornmarkt anwesenden Asylsuchenden und Supporter_innen vom Platz zu vertreiben. Als sich die Asylsuchenden gegen den Polizeieinsatz zur Wehr setzten, kam es zu einem Pfeffersprayeinsatz, sowie Angriffen durch die anwesenden Nazis. Hier lässt sich ein Eindruck von der Situation gewinnen. Anders als im Artikel dargestellt, berichten Augenzeugen jedoch davon, dass die Eskalation von der Polizei ausging und dass es im Anschluss dieser Auseinandersetzung dazu kam, dass Asylsuchende von Nazis durch die Stadt gejagt wurden. Im Nachgang hat die Polizei in einer skandalösen Presseerklärung die Ursache für die Auseinandersetzung jedoch fast ausschließlich bei den Geflüchteten gesehen, eine mittlerweile ganztägige Ausgangssperre für die jungen Geflüchteten verhängt und einige in andere Landkreise zwangsversetzt. Siehe u.a.   Die Polizei stellt sich mehr oder weniger offen zumindest gegen die Geflüchteten – eine Tatsache die schon seit Monaten auch von zivilgesellschaftlichen Akteuren wahrgenommen wird. Die Nazis sind motiviert, angesichts des Polizeistatements und durch das Einlenken des Bürgermeisters Alexander Ahrens, ihren Forderungen nach Verhandlungen nachzukommen, fühlen sie sich mit ihrer Hetze im Recht. Es ist anzunehmen, dass sich die Situation in Bautzen nicht beruhigt.  
Wir wollen die Täter-Opfer Umkehr von Polizei und Presse nicht länger hinnehmen!
Wir wollen den Betroffenen von rassistischer Gewalt, egal ob von Bullen oder Nazis, eine Chance geben ihre Stimme zu erheben und mit ihnen gemeinsam kämpfen!

Die Betroffenen dieser ganzen Scheiße, haben die Schnauze voll! Wir auch!
 
Deshalb unterstützt ihre Initiative und kommt am 18.09.2016, um 15:30 Uhr, nach Bautzen an den Hauptbahnhof!

Alternativ gibt es einen Zugtreffpunkt ab Bahnhof Neustadt in Dresden um 14:30 Uhr. 

Libertäre Tage in Dresden

Checkt das Programm, es gibt zahlreiche Veranstaltungen!

Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte

Left Report lässt gerade den neuen Dokumentarfilm „Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte“ entstehen. Wir sind sehr gespannt und unterstützen das vorhaben!

Trailer – Paris Rebelle | SUBTITLED from left report on Vimeo.

Am 21.08 nach Heidenau!


Wir vergessen nicht! Das Schweigen in der sächsischen Provinz brechen!

Ort: Bahnhof Heidenau

Zeit: 14Uhr

Am 21. und 22. August jähren sich die pogromartigen Ausschreitungen von Heidenau zum ersten Mal. Am 18. August wurde bekannt, dass in dem leerstehenden Praktiker-Baumarkt eine Erstaufnahmeeinrichtung installiert wird, woraufhin sich die rassistische Stimmung zum Wochendende hin immer weiter hochschaukelte. Bereits Freitag nachmittag sammelte sich der wütende Mob auf den umliegenden Parkplätzen und betrank sich. Im Verlauf der Abende lieferten sich die “besorgten Bürger*innen” gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Aggressionen richteten sich nicht nur gegen die Asylunterkunft, sondern auch gegen die ca. 200 Antifaschist*innen, welche am 2. Tag zum Schutz angereist waren. Die Polizei war an beiden Tagen vollkommen überfordert und unterbesetzt. Bezeichnenderweise richtete sich die Repression durch die Polizei gegen die antifaschistische Demonstration am Sonntag, die sich mit den Asylsuchenden solidarisierte und sich gegen die Zustände in Heidenau aussprach. (mehr…)

15 Todestag von Carlo Giuliani.

Wir erinnern heute an den vor 15 Jahren von Bullen ermordeten Carlo Giuliani, wir werden nie vergessen.
In ewiger Trauer und brennender Wut.

Carlo

weitere Infos
ADDN zum zehnten Todestag